Kalligraphie-Köpfe Detailblick: Wie Kati mit Kalligrafie und Aquarell ihre Kreativität entdeckte

Manchmal führt ein Zitat nicht nur zu einem Werk – sondern in eine völlig neue Welt.

„Inspiration exists, but it has to find you working.“

Pablo Picasso

Oft sind es Umwege, die uns zu dem führen, was uns erfüllt. Bei Kati war es nicht die geplante Reise, sondern ein stiller Neubeginn. Ausgerechnet in einer Zeit der Einschränkungen entdeckte sie die Welt der Buchstaben – und fand darin nicht nur eine Technik, sondern ein Stück ihrer selbst.

Im neuen „Detailblick“ der Reihe Kalligraphie-Köpfe schauen wir gemeinsam auf ein Werk, das für Kati mehr ist als Papier und Tusche. Es ist ein Symbol für ihren Weg in die Kunst – und für die Kraft, die im Tun liegt.

Das Werk und seine Geschichte

„Das Werk, das ich teilen möchte, ist eins, dass wir anfang des Jahres im KalliKlub gemacht haben. Thema war ein Zitat mit experimenteller Kalligraphie zu Papier zu bringen. Das Zitat, das ich gewählt habe, hatte ich kurz zuvor irgendwo gelesen. Und ich habe es verwendet, weil es meinen eigenen Werdegang der letzten 2 Jahre so gut beschreibt.“

Experimentelle Kalligraphie von Kati mit Zitat von Picasso in Blau und Gold auf Aquarellhintergrund

Kati wählte ein Zitat von Picasso:
„Inspiration exists, but it has to find you working.“

Dieser Satz begleitet sie – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch.

„Ich habe mich immer für eine eher unkreative Person gehalten, die mit Farbe und Papier nicht so richtig etwas anfangen konnte. Auch Schönschreiben, oder etwas auszugestalten war für mich immer eher mit Abneigung verbunden.“

Vom Stillstand zur Kreativität

Doch dann kam alles anders. Nach einer Erkrankung war plötzlich nichts mehr wie zuvor. Kati erzählt:

„Dann bin ich an Long Covid erkrankt und eigentlich alles, was ich früher gemacht hatte, ging nicht mehr. Nach den ersten Wochen, in denen ich fast nur gelegen, gelesen und ferngeschaut oder auf dem Handy „gedaddelt“ hatte, bekam ich das Gefühl etwas Sinnvolleres mit meiner Zeit anfangen zu wollen, etwas Neues zu lernen.“

So beginnt ihre Reise – still, am Schreibtisch. Erst Brushlettering, dann Spitzfederkalligraphie, dazu erste Aquarell-Experimente.

„Da ich aber in meinem Bewegungsradius und dem was ich leisten konnte stark eingeschränkt war, musste es etwas sein, das im Sitzen zu machen ist. Daher fiel meine Wahl auf das Erlernen von Brushlettering, das Schreiben mit einem Pinselschrift.“

„Durch die Beschäftigung damit, kam ich zur Kalligraphie. So schön und elegant, wie ich das auf Pinterest und Youtube gesehen hatte, wollte ich auch schreiben können. Daher habe ich dann mit Spitzfederkalligraphie weitergemacht. Jeden Tag habe ich am Schreibtisch gesessen und Buchstaben gemalt und erste Wörter geschrieben. Parallel begann ich mit der Aquarellmalerei.

Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich gar nicht so unkreativ bin, wie ich immer gedacht habe, sondern dass die Kreativität, die Inspiration, die Lust daran etwas auszuprobieren, etwas zu schaffen, wie es im Zitat heißt, mit dem Tun von ganz allein kommt.“

Heute gehören Feder, Farbe und Papier zu ihrem Alltag.

„Mittlerweile nimmt das künstlerische Schaffen, sei es das Kalligraphieren und das Malen mit Aquarell oder mittlerweile auch mit Acryl einen sehr großen Raum in meinem Leben ein.

Fast täglich schreibe oder male ich, oft beides. Und es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.“

Kati

Die Technik hinter dem Werk

Das Werk, das Kati zeigt, ist experimentelle Kalligraphie auf Aquarell-Hintergrund. Sie verrät den uns ihren Prozess:

„Im Hintergrund kannst du abstrakte Aquarellmalerei in der Nass-in-Nass-Technik erkennen. Ich habe mit verschiedenen Farben gearbeitet, die durch den nassen Untergrund großflächig verlaufen sind.

Für die Schrift nimmt Kati dieses Mal nicht die Feder, sondern …

„Das Zitat schrieb ich mit einem Schaschlikspieß. Hier bei habe ich die Wörter „Inspiration“ und „Working“ mit der schrägen Kante geschrieben. Dadurch entstanden die breiten Flächen. In Anlehnung an das Schreiben mit der Spitzfeder sind die Aufstriche dünn, also mit der Spitze ausgeführt. Bei den Wörtern dazwischen entscheid ich mich, sie in einer anderen Art schreiben.“

Ein goldener Schimmer gibt dem Werk etwas Kostbares:

„Ein Detail, was für mich unerwartet spannend wirkt, ist der goldene Schimmer in einigen Buchstaben.

Zum Beispiel im „i“.
Er ist dadurch entstanden, dass ich blaue Tinte mit goldener Gouache gemischt habe. Eigentlich, damit die Tinte beim Schreiben mit der Feder nicht so leicht ausblutet – jetzt schimmert sie wunderschön in einzelnen Buchstaben.“

Der Schimmer ist, je nach Lichteinfall, mal stärker oder weniger zu sehen. Meine Kalligraphie-Empfehlung:
Probiere das Schreiben von Experimentellen Buchstaben mit unterschiedlichen Werkzeigen unbedingt mal aus. Es ist Kreativität und Freiheit zugleich!

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Die Botschaft ihres Werkes

„Ich dachte immer, ich sei unkreativ. Heute weiß ich: Inspiration kommt im Tun.

Und vielleicht öffnet das Malen von Buchstaben und Worten,
auch sogar Türen für das kreative Schreiben.“

Kati

Für Kati hat das Werk eine nachhaltige Wirkung, denn:

„Für mich ist das Werk ist eine Einladung und eine Erinnerung daran, künstlerisch tätig zu sein, sich auszuprobieren, ohne Anspruch daran, etwas Großes schaffen zu müssen.“

Und wenn sie heute darauf schaut?

„Zufrieden, glücklich darüber die Welt der Tinte und der Farben für mich gefunden zu haben.“

Warum Katis Geschichte inspiriert.

Weil sie zeigt, was passiert, wenn wir uns öffnen – auch in schwierigen Zeiten. Katis Weg ist kein lauter, aber einer voller Mut. Und er erinnert uns daran, dass Kreativität nicht „kommt“, sondern wächst, wenn wir anfangen.

„Inspiration exists, but it has to find you working.“
Dieses Zitat – in Blau und Gold geschrieben – trägt jetzt Katis Geschichte in sich.

Einladung für dich in meinen Kalligraphie-Klub

Ein Ort für Frauen, die ihre Liebe zur Handschrift lebendig halten wollen – mit Tiefe, Gefühl und Vertrauen in den eigenen Ausdruck.

Im Klub findest du mehr als nur Inspiration:
Du findest Resonanz. Austausch, der nährt. Begleitung, die weiterführt.

Jede Woche neue Impulse, echte Einblicke in meine künstlerische Arbeit und Raum, um deine eigene Handschrift weiterzuentwickeln – ohne Vergleich, ohne Druck, mit Freude und Klarheit.

Wenn du spürst, dass Kalligrafie dich erdet, öffnet und stärkt –, dann ist der Klub der richtige Ort für dich.

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Lies gerne mehr solcher Geschichten in meinem Blog.

Dort entdeckst du wahre Geschichten hinter der Kunst der Kalligraphie. Es sind inspirerende Wege von unterschiedlichen Frauen, die mit Mut, wachsender Kreativität, kraftvolle Spuren in der Kalligrafie-Welt hinterlassen.

Sie sollen dich ermutigen, deine eigene kreative Stimme zu finden und verbundener mit dir selbst zu werden. Denn durch das Schreiben, Ausprobieren und Gestalten schöpfst du Kraft für deinen Alltag.

➔ Entdecke hier einen weiteren Artikel aus der Reihe „Kalligraphie-Köpfe“: Wie Christine mit Kalligrafie, Mut zur Langsamkeit & Freiheit fand.